meteoPICS TSN
Unwetter beobachten

Das TRUSTED SPOTTER NETWORK ÖSTERREICH TSN ist eine Kooperation zwischen der ZAMG (www.zamg.ac.at), SKYWARN AUSTRIA (www.skywarn.at) und dem European Severe Storms Laboratory ESSL in Form der EUROPEAN SEVERE WEATHER DATABASE ESWD (www.eswd.eu).

TSN METEOPICS (
www.tsn.meteopics.eu) bietet dabei die offizielle Plattform für Bilder und Videos von Fallbeispielen und Schadensberichten aus dem Trusted Spotter Network.

Alle Bilder sind Eigentum der AutorInnen unter Creative Commons License by-nc-nd, sofern nicht andere Bedingungen genannt werden.
Die Bilder und Videos können unter gleichen Bedingungen auch unter 
www.zamg.ac.at präsentiert werden.

Neueste Wetterreporte


Fünfzehn TSN: Inversionswetterlage mit Industrieschnee und gefährlichem Raueis

 

Die Vorweihnachtszeit war geprägt von einer markanten, antizyklonal geprägten, winterlichen Inversionslage mit

-Nebel und negativen Temperaturen in der Grundschicht und
-einer markanten bodennahen Temperaturumkehr (Inversion) in 900m-1000m.

Am  Radiosondenaufstieg von Wien (erstes Bild der Bildersequenz) dokumentiert eindrucksvoll die herrschende Föhnlage mit einer ausgeprägten Inversion. Taupunktkurve (links) und Temperaturkurve (rechts) überlappen sich vom Boden bis 900m. Dies ist typisch für eine feuchte Grundschicht mit Nebelbildung. An der Inversion in ca. 900m liegt die Temperatur bei -7° C.  Darüber steigt die Temperatur sprunghaft an und erreicht in 1500m 6°C.  Die Nullgradgrenze liegt auf fast 3000m. Gleichzeitig sinkt die Taupunkttemperatur oberhalb der Inversion markant ab. Ein Zeichen dafür, dass die Luftmasse über der Inversion sehr trocken ist.

Als Industrieschnee bezeichnet man Schnee, der durch Emissionen  von Wasserdampf und Kondensationskernen von Industrieanlagen hervorgerufen wird. Es handelt sich dabei also um von Menschen verursachten Schnee, der in Wien für einen überraschenden „Wintereinbruch“ sorgte (Bild 2-3).

Aufgrund der negativen Temperatur in der feuchten bodennahen Grundschicht gefriert der Nebel und bildet an Bäumen, Sträuchern und Wiesen einen Raueisbelag. An windexponierten Kämmen führte dies zu enormer Belagsdicke und Gefährdung durch Astbrüche an Bäumen.  

In der glasklaren Warmluft oberhalb der Inversion herrscht beste Fernsicht.

Die Foto´s entstanden am 21.12.2016 und 22.12.2016 in Wien bzw.im oberen Triestingtal und am Hocheck.

 

Bilder (c) Franz Zeiler/Skywarn

http://www.wettereck-triestingtal.at/2016/12/21/wetterphaenomene-industrieschnee-und-extremes-raueis/

http://www.wettereck-triestingtal.at/2016/12/22/wachsendes-raueis-am-hocheck/

 


Fünfzehn TSN: Arktische Verhältnisse durch frühen Wintereinbruch am Schneeberg/NÖ

Eine beständige "High-over-Low" Lage mit einem mächtigen stationären Hochdruckgebiet über Skandinavien und einem umfangreichen Höhentiefkomplex über Zentraleurpa brachte in der ersten Oktoberdekade vor allem in den östlichen Teilen der Ostalpen durch die Zufuhr feuchtkalter Luftmassen aus NO einen frühen und heftigen Wintereinbruch oberhalb 1000m.
Bei einer etwas abenteuerlichen Besteigung des Schneebergs bei "Whiteout"-ähnlichen Wetterbedingungen habe ich die hochwinterlichen Verhältnissen mit bizarren Schnee- und Eisgebilden in Bildern festgehalten.

Bilder (c) Franz Zeiler/Skywarn

http://www.wettereck-triestingtal.at


Fünfzehn TSN: Gefährliche Raueislage am Hocheck

 

Ähnlich wie Ende November/Anfang Dezember 2014 führt derzeit eine kalte Ostlage mit feuchter Grundschicht zu starker Rueisbildung in den östlichen Gutensteiner Alpen (Niederösterreich). Im oberen Bereich des  Hocheck brechen unter der zunehmenden Eislast viele Äste. Die markierten Wanderwege sind oberhalb 800m nicht gefahrenfrei begehbar.

Bilder (c)  Franz Zeiler/Skywarn

http://www.wettereck-triestingtal.at


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